ZWISCHENSTATION - Eine von Vielen
ZWISCHENSTATION erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der 1973 aus Ägypten aufbricht. Schlafend im Park reift sein Entschluß, nach Europa zu gehen und dort sein Leben zu verwirklichen. Heute lebt er seit 37 Jahren in Berlin und fragt sich, ob er jemals dort angekommen ist.
Stationen dieser Geschichte werden exemplarisch auf die Bühne gebracht und werden von allen Akteuren als Ausgangspunkt einer theatralen Auseinandersetzung mit eigenen Wanderungserfahrungen genommen. Auf diese Weise wird Eine Geschichte von Vielen erzählt und die Vielen Geschichten werden von Einer veranlasst und getragen.
In der Aufführung wird mit szenischen, musikalischen und filmischen Collagen ein gemeinsamer Zwischenraum geschaffen, in dem Lebensspuren und Erfahrungen von Wanderung geteilt werden können.
Anliegen
Weltweit sind Lebensräume zunehmend bedroht und für ein menschenwürdiges Überleben unmöglich geworden. In der Folge machen sich immer mehr Menschen auf die Suche nach einer neuen Heimat.
Anlässe und Rahmenbedingungen dieser Suche und damit verbundener Aufbrüche sind höchst unterschiedlich – überwölbt werden die unterschiedlichen Motive durch den Begriff ‚Migration’.
In jedem Falle stoßen sogenannte ‚Ansässige’ auf sogenannte ‚Zuwanderer’.
Zuwanderer haben es im Allgemeinen schwer, so die Diagnose. Ihre Herkunft hindert sie bei der Erlangung eines Lebensniveaus, das dem vergleichbarer ‚einheimischer’ Gruppen entspricht.
Die Produktion ‘Zwischenstation’ setzt sich mit dem Begriff ‚Migration’ - in der Arbeit verwenden wir eher das Wort ‚Wanderung’ – in dem Verständnis auseinander, daß:
1. Wanderung oder Heimatverlust ein vielschichtiges und universelles Thema ist, das alle Menschen bewegt: Wanderung, nicht ansässig sein, sich nicht dazugehörig fühlen, ist nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall.
2. als Ausnahme (Abweichung von der Norm) angesehen und behandelt zu werden eine Zuschreibung von außen ist. Sonderstatus und –behandlung erfahren diejenigen Menschen und Gruppen, die auf Differenzen reduziert werden, wegen dieser abgewertet oder folklorisiert und in der Folge ausgeschlossen werden.
Für die Auseinandersetzung mit ‚Migration’ in diesem Sinne sucht „Zwischenstation“ eine Erzählweise für die Bühne (‚nature of performance’).
Premiere der Community Theaterproduktion 'ZWISCHENSTATION - Eine von Vielen'
Expedition Metropolis lädt herzlich ein zur Präsentation der Community Theaterproduktion
Zwischenstation – Eine von Vielen
In Between Places – One of Many
Zwischenstation erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der 1973 aus Ägypten aufbricht. In einem Park, im Kreise seiner Freunde, reift sein Entschluss, nach Europa zu gehen, um dort sein Leben zu verwirklichen. Heute lebt er seit 37 Jahren in Berlin und fragt sich, ob er jemals dort angekommen ist.
Ein Stück auf der Suche nach einer anderen Bleibe.
In der Aufführung wird mit szenischen, musikalischen und filmischen Collagen ein gemeinsamer Zwischenraum geschaffen, in dem Lebensspuren und Erfahrungen von Wanderung lebendig gehalten und mit Anderen geteilt werden können.
In der Produktion arbeiten zusammen: Künstler von ExMe und Akteure aus der Nachbarschaft.
Die Produktion ZWISCHENSTATION ist Teil des europäischen Projekts COAST (Community-Oriented-Art-for-Social-Transformation). Im Rahmen eines
gemeinsamen Community Theater Festivals wird das Stück in Bristol präsentiert (26.-29.März 2012).
Realisiert mit Mitteln von:
Culture Programme EU und Aktionsraum plus
Das neue Stück von Expedition Metropolis über die Suche nach einer anderen Bleibe
Sa 17.03. - Premiere
So 18.03. - Aufführung mit anschließendem Publikumsgespräch
Beginn jeweils um 19:30
Ort: DESI, Ohlauer Strasse 39-41 in Berlin-Kreuzberg
(ehemalige Desinfektionsanstalt/neuer Standort von ExMe)
Besuch der Generalprobe am Fr 16.03. um 19.30 Uhr ist auf Anfrage möglich.
Wegen begrenztem Platz ist eine Anmeldung erforderlich:
E-mail: info@expedition-metropolis.de
Tel.: 030 47980152
Eintritt: 7 Euro / 4 Euro ermäßigt
Alte DESInfectionsanstalt
Ohlauer Str. 41
10999 Berlin

