Diskoteater Metropolis
Manche Städte träumen von einem eigenen Theater – Metropolis ist ein Theater, das von seiner eigenen Stadt träumt: einer Stadt voller Geheimnisse und Abenteuer, Freundschaft, Wettstreit, Respekt
und Augenzwinkern. Einer Stadt, die nur so groß ist, dass gerade Platz genug für alle, die hier eine Zeitlang wohnen wollen.
Eine solche Stadt findet sich nicht von heute auf morgen – zuerst ist sie nur ein Traum, dann muss sie erbaut werden. Die internationale Theatergruppe spielt, reist, forscht und wächst seit
vielen Jahren, neue Mitglieder kommen hinzu, ältere kehren für ein Weilchen zurück.
So ist inzwischen mehr als ein Theater daraus geworden: Ein Treffpunkt in Berlin, ein regionales und internationales Forum, ein Sprungbrett, ein produktiver Austausch über alle Grenzen hinweg.
Die Proben, Aufführungen und Expeditionen von Metropolis sind Abenteuer.
Man besteht sie, wenn man einander respektiert, anfeuert und unterstützt.
Ein Kooperationsprojekt von Expedition Metropolis Berlin und Schlesische 27
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Vergissmeinnicht
Theater für junge Leute ab 14
„Womit setzt meine Erinnerung ein? Meine allererste Erinnerung ist ein Schuh: ein kleiner brauner Schuh, neu und duftend, mit Schnürsenkel und einer warmen, weichen Zunge.“
(Amos Oz, Eine Geschichte von Liebe und Finsternis)
Memoria handelt von der Erinnerung – sie steht im Mittelpunkt der diesjährigen Arbeit.
Erinnerungen leiten den Weg zurück zu schönen wie auch zu traurigen Momenten, sie halten die Verbindungen aufrecht zu Freunden oder schon gar nicht mehr anwesenden Verwandten und Bekannten. Sie
sind die Quelle von Zuversicht und Überlebenskraft, zugleich aber auch die Quelle von Irritation und wiederkehrender Unruhe. Erinnerungen bahnen sich ihren Weg – wir können sie zeitweilig
ausblenden, aber ihre Wiederkunft nicht verhindern. Gefühle von Glück, Verletztheit, Hoffnungen auf die Zukunft, der Wunsch, eine verloren gegangene Zeit wieder zu finden, sind häufig
anzutreffende Begleiter von Erinnerungen, und einschneidende Wendepunkte sind oft ihr Gegenstand.
Wie funktioniert Erinnerung überhaupt? Welche Erinnerungen finden Einlass und bleiben haften, welche werden ausgesperrt? Welche Kraft wohnt den Erinnerungen inne, die wir nutzen können, um mit
Geschichte(n) umzugehen und sie zum Beispiel im Theater zu erzählen? Das sind Fragen, die uns beschäftigen und die Metropolis-Arbeit am „Chronisten der Winde“ fortsetzen lassen.
Präsentation des entstehenden Theaterstücks Anfang Juli.
Leitung: Sergio Zevallos, Eylem Morgül
Wöchentliche Proben im Diskoteater Metropolis
Donnerstags, 17:00 – 20:00 Uhr
