Deutsch-Polnische Dialoge
Diskoteater Metropolis schreibt sich ohne „h“: ein Spiel
mit dem deutschen „Theater“ und dem polnischen „teatr“.
Seit seiner Gründung 1997 ist Metropolis ein Projekt deutsch-polnischer Zusammenarbeit. Keine seiner Saisons verging ohne die Begegnung junger polnischer und
deutscher AkteurInnen auf dem Theater. Seine beiden künstlerischen Theaterleiter, der Deutsche Ulrich Hardt und der Österreicher Franz Joseph Hödl, verbrachten wichtige Jahre ihrer „Lehrzeit“ in
Polen: in der Lubliner Theatergruppe Gardzienice.
Der Schlüsselbegriff transkultureller Arbeit ist nicht die Begegnung der Kulturen, sondern ihre Durchdringung und Verschränkung, das Spiel der Unterschiede nicht nur
zwischen, sondern in den Kulturen.
Metropolis spricht seine AkteurInnen daher nicht als Träger oder Repräsentanten nationaler oder ethnischer Kulturen und Traditionen an, auch nicht als Deutsche und
Polen.
Metropolis nimmt seine AkteurInnen als Individuen, nicht zuletzt im
Wissen darum, dass viele von ihnen mehreren Kulturen angehören – oder nicht mehr oder noch nicht angehören. Wo sie leben, wie sie leben, woran sie glauben, ist immer
weniger durch Tradition und Herkunft vorgezeichnet. Auf dem Wege zu einer eigenen „Identität“ sind sie einer Vielzahl widersprüchlicher kultureller Orientierungs-angebote konfrontiert.Die Zeichen
stehen auf Suche, Beweglichkeit, Wahl und Entscheidung.
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