Expedition Metropolis

Expedition Metropolis bietet mit seinem Theater allen Menschen die Möglichkeit, in gemeinsamer künstlerischer Produktion herauszufinden: wer sie sind, was sie wollen und was sie können.

Theater Expedition Metropolis (ExMe)

entwickelt in interkulturellen und kollektiven Werkstätten eine interdisziplinäre Theaterarbeit, die für jeden zugänglich und als Erkundungsfeld nutzbar ist. Als ‚offene Werkstätten‘ bieten sie Raum für Gestaltung, Entwicklung und Produktion.

Alle Beteiligten – Teilnehmer, Akteure, Instrukteure, Publikum – entwickeln gemeinsam Vorstellungen und Praxen von einer ‚Kunst der Versammlung‘ und einer ‚Kunst von allen‘. Diese selbst erarbeiteten Begriffe hat Expedition Metropolis für seine methodische Arbeit vorgegeben, um Community Kunst für jeden anschaulich, erfahrbar und nutzbar zu machen. In der ‚Kleinen KunstHalle‘ an der Strasse oder im Hof kann jeder Halt machen, dicht herangehen und teilnehmen.

Auf der Basis einer langjährigen und vielfältigen Praxis von Expeditionen im Theater sucht ExMe nach Möglichkeiten der individuellen Förderung und gleichermaßen nach der Stärkung nachbarschaftlichen Zusammenlebens (community-building). Die internationale Vernetzung, die Begegnung und der Austausch mit anderen Community Theatern weltweit, ergab eine methodische Praxis, aus der ExMe seit fast 20 Jahren universelle menschliche Bedürfnisse in lokale Kontexte künstlerisch übersetzt.

ExMe bringt Menschen und Themen zusammen, die andernorts so nicht zusammenkommen können.
Die Erprobung und Stärkung von Interkultur und die gemeinsame Gestaltung von gesellschaftlichen Wandlungsprozessen,
sowie Community Learning und -Empowerment sind die wesentlichen Handlungs- und Wirkungsfelder des Theaters Expedition Metropolis.

Hintergrund

Expedition Metropolis ist ein Theater, das sich seit fast 20 Jahren in Theaterproduktionen, künstlerischen Werkstätten und Expedition auf Entdeckungsreisen begibt. Prägende Stationen auf dieser Reise waren die Lehren in der Ästhetik des ‚Armen Theaters‘ in Polen (Teatr Gardzienice, Lublin), die Expeditionen mit dem Kreuzberger Jugendtheater Diskoteater Metropolis, die Begegnungen mit lateinamerikanischen Projekten und ihrem Verständnis von „art and social transformation“, sowie viele eigene Produktionen und Expeditionen seither. Mit diesen Erfahrungen begründet Expedition Metropolis ein Theater, das im Dialog mit seiner Umgebung lebendig wird, und das eine (Community-) Arbeit hervorbringt, die Gemeinwesen orientierte Kunst, inklusive Bildung und partizipative Stadtteil-Entwicklung auf ein gemeinsames Spielfeld setzt. Seit 5 Jahren bündelt und entwickelt ExMe die Vielfalt und Qualität seiner künstlerischen Methoden an seinem Standort in der Denkmal geschützten 'alten Desinfectionsanstalt' (DESI) in Berlin-Kreuzberg.

Kunst von allen

Nachbarschaft: Das Theater ExMe bietet eine Kunst der Nähe und der kurzen Wege.
Es kreiert eine nachbarschaftliche Kunst-, Forschungs- und Versammlungspraxis, die einfach und jedem zugänglich ist.
Selbst-Bewusstsein: Das Theater ExMe fördert und fordert Eigensinn, Respekt, Aufmerksamkeit, Empathie und Verantwortung. Es erkundet und stärkt die Geschichte(n), die Potentiale und Träume, die Chancen und Kontexte der Menschen, die es erreicht.
Es orientiert, qualifiziert und ermächtigt Individuen und Gruppen.
Gemeinsinn: Theater ExMe schafft Spielräume für Zusammenarbeit. Es schafft kooperative Lern- und Produktionsräume, um eigene Potentiale zu entdecken, um Wege ins Leben zu finden, um Umgebungen partizipativ und offen für Andere zu gestalten und um Lebensqualität solidarisch und Ressourcen orientiert zu steigern.
So können Werte und Formen einer partizipativen Stadtteilentwicklung und einer nachhaltigen sozialen Ökonomie lokal Gestalt annehmen.